Browsing in Web3.0

davidgoliath

Ja mir soll es recht sein. Jedenfalls habe ich gerade mit Tiqqer in den Hot Postings der letzten 48 Stunden im Search Engine Watchblog einen entsprechenden Gedankengang gefunden. Aufgenommen wurde es dann bei Creative Weblogging, die hatte ich noch gar nicht auf meiner persönlichen Watchlist. Danke an Tiqqers Memetracker! Achso, natürlich studieren wir auch was beim Big Brother algorithmisch los ist, das Posting auf Mashable zu Googles Page Rank geisterte auch in den Hot bei Tiqqer rum und passt wunderbar zu den Überlegungen wie reif jetzt 2008 für das Thema Social Search ist … passt auch prima zur aktuellen Gerüchteküche aus dem Valley.

PS: Ich hatte die ersten 2 Tage von 2008 ein Privatleben, da ist man ganz dankbar, dass Tiqqer die Hots mit einem Click raustiqqert. Freitag gehts wieder los, grosse Lagebesprechung zum Private Beta Startschuss! Morgen nochmal frei in Frankfurt, da gibt es übrigens eine David und Goliath Skulptur … was man im Internet so alles findet …

Ja so geht das doch. Ich poste hier einen Link zu einem Posting, das mein Nachbar Thomas drüben auf seinem Lifestrea.ms Blog gebracht hat. Und damit tue ich auch mir einen Gefallen, weil es natürlich um eine Person geht, die mir sehr nahe steht. Also das übliche selbstreferentielle Bloggerzeug.

Ansonsten mal im Ernst: Thomas war mit seiner Closed Beta bei der Web2.0 Expo und hat dort wohl ordentlich -Vorsicht Zeitgeistsprech- GEROCKT! Wie immer das Ergebnis einer Tiqqersuche zum Thema “etwas rocken, bzw. es hat gerockt” hier als Screendump:

gerockt tiqqer

Und noch ein wenig Buzzwordbingo: Win-Win mal wieder hergestellt, oder alle Startups lieben sich. Aber hier wird es wenigstens mal offen ausgesprochen!

Contextual Ads im Jahre 2050. Wir schreiben das Jahr 2007. Aktuellst laufen gerade die Debatten wo die Reise hinsichtlich der Monetarisierung der Aufmerksamkeit hingeht, ob nun Facebook und/oder/mit Google und/oder/mit Microsoft, etc. höher und weiter fliegen wird als die, die noch kommen mögen, etc.

Jenseits dieser Debatte haben bereits findige Menschen ein nichtproprietäres Format geschaffen, das die diversen Useraktivitäten und Präferenzen bereits formal korrekt repräsentieren kann: APML. Ich möchte hier nicht weiter einsteigen, die Seite strotzt vor Informationen.

Die deutschen Gegenstimmen sind bekannt, recht frisch auch wieder was auf Heise zu dem Thema. Natürlich muss sich ein jedweder Anbieter einer personalisierbaren Livewebsearch + Discovery positionieren, sollte zumindest.

Wie ist der Stand der Dinge bei Tiqqer?
Gewillte Experten dürfen bei uns ein OPML-File hochladen, um ihre Favoriten und Themen bequem zu importieren. Auf einem serverbasierten System weiss man auch, wer was anklickt. Postings, mediale Anhänge, Links, Feeds, Autoren, andere Leser, etc. Damit kann man dann Rankings führen und die üblichen Top of the Feeds, Top Posting of the Week, Best rated Feed, und und und, anbieten. Da Tiqqer auch sogenannte thematische Kanäle anbietet, macht sich der Anwender -wenn er will- transparent. Er hat die Wahl diese Kanäle in den Status public oder private zu setzen. Tiqqer -das System- ist technisch in der Lage Interessensprofile über die Zeit zu aggregieren, JA das ist so! Würde Tiqqer über einen Risikokapitalgeber finanziert, dann könnte man hiermit beliebig tolle, risikoreiche, “abzockende(?)” Geschäftsmodelle aufzeigen. Tun wir aber nicht. Powerpoints machen, Business Angels suchen, das Team um BWL-Expertise erweitern ist mühsam und unspannend. Na das klingt ja alles toll und transparent hier.

Stellt sich nur die Frage nach der Finanzierung des Tiqqer Angebots. Wir haben momentan noch keine Abschätzung gemacht.
Doch was wird in der Summe anfallen wenn Tiqqer PublicBeta geht? Hosting, Traffic, Designanpassungen, Implementierung, Community Management, …
Was wollt Ihr denn? Ein kostenfreies, werbefreies Angebot, das über freiwillige Spenden finanziert wird? Geht das?

PS: Unser Baby im Alphazustand
Tiqqer Alpha

tiqqer logo

Nach etlichen Monaten Freizeitcoding, endlosen Meetings mit und ohne Bier, einigen interessanten Gesprächen mit Bloggern, Netzverrückten und sogar Businesssportlern ist es jetzt doch an der Zeit mal die gute alte virale Promomaschine anzuwerfen. Tiqqer das Tool braucht also Tiqqerblog das Blog. Und hier ist es. Natürlich werden wir noch 4-6 Wochen schrauben, “Under The Hood” ist noch ein wenig zu tunen, eigentlich sind die Featurelisten ein Leben lang endlos lang. Aber zum Glück ist es ja Web2.0-ig, also auf jeden Fall Perpetual Beta. Elegant gesprochen: Agile Development.

Und um was geht es eigentlich? Nach fast 3 Jahren Bloggen und nach 13 Jahren Netzerfahrung wollten wir ein Tool bauen, dass uns beim täglichen Kampf um den “heissen Scheiss”, man verzeihe die Wortwahl, aber darum geht es doch (!), unterstützt. In meinem professionellen Dasein lese ich täglich geschätzte 600 Postings aus etwa 50-80 handverlesenen Feeds. Zugegebenermassen ist dabei neben Nerd- und Technologyfeeds auch Unterhaltsames, Musikalisches, Künstlerisches. Aber mal unter uns: 600 Daily Postings zwischen 8.30 und 9.00 Uhr? Das ist doch eher “Shallow Processing”, drüberfliegen, hängenbleiben, nach del.icio.us schieben, beim ersten Kaffee die Kollegen fragen. Ach ja und dann kommen ja auch noch per Email geschätzte 20-30 Links pro Tag rein, die man unbedingt checken muss.

Lange Rede, kurzer Sinn: Abhilfe musste her, Tiqqer heisst das Baby. Unter der Haube:

- Quality Feed Index

- Memetracker

- Medienanalyse

- Suche

- Personalisierte Channels

- Einfache Social Network Geschichten

- Minimales Anreizsystem: Most read, most inserts, etc.

Und jetzt geht der Wahnsinn also los: Vorfreude, noch mehr Sorgen, Closed-Beta vorbereiten, Family, Friends, Freaks draufhetzen, Prügel beziehen, die Reaktion der deutschen Blogosphere abwarten, aber es kribbelt kräftig!

PS: Ihr wollt natürlich wissen, ob dies nicht ein billiger Clone von Rivva oder gar Scouty ist. Oder noch schlimmer, ob wir gar nach den Sternen greifen und Technorati, Google BlogSearch, etc. im Visier haben? Gute Fragen, bessere Antworten im nächsten Posting, ich muss die Kinder vom Rechner wegtreiben und ins Bett bringen …

Andreas von GlueckAuf hat das herrlich selbstironische Video von IBM gepostet zu dem Thema. Aber mal im Ernst, drüben im Valley geben sie mal wieder mächtig Gas. Respekt was das von RadarNetworks mit Twine kommt. Meint auch das Technology Blog der NY Times. Danke Michael für den Link!