Browsing in Backstage

roisin murphy

Die Tiqqerköpfe haben ja auch echte Leben. Jenseits von sterilen Bits, Bytes, Techmemen treiben sie sich in Konzerthallen umher. Gestern war es mal wieder soweit. Die Göttin hatte geladen nach Mannheim. Roisin Murphy! Mon dieu! Roisin Murphy in Mannheim, also gerade um die Ecke vom Hauptquartier. Nach der Arbeit raus aus dem Anzug und rein in die Ausgehklamotten und rauf auf die A6. Parkplatz in Laufweite, kurzes Frösteln und dann rein in die Feuerwache. Eine herrliche Lokation inmitten der heimlichen Pophauptstadt -Baden Würtembergs-. Die Vorfreude steigert sich auf ein dramatisches Niveau und um 20.57 Uhr betritt sie die Bühne. Die Ex von Moloko, die Ex vom Bassisten, Songwriter, die ob ihres aktuellen Albums arg geschimpfte Ikone des Brit-TripHop-Dance-House-Electro-Funk-Jazz-Was-Weiss-Ich. Sie sieht eigentlich ganz normal aus, noch dünner geworden, fast zerbrechlich. Zwei hübsche Damen zur Gesangsverstärkung sind auch dabei und die Band groovt einfach ganz trocken, knusprig. Dafür liebe ich sie ja, die Briten spielen einfach genau den Funk, Soul, House im Clubsound mit Electrofrickeleien wie es sich verdammt nochmal für 2007 gehört.

So ist es doch! Roisin Murphy ist die Göttin des Contemporary Pop. Punkt, nein Ausrufezeichen!

Die Band fliegt durch die neue Scheibe, es gibt auch 2-3 Nummern vom letzten Album mit Herbert und tatsächlich packt sie auch noch in die Molokomottenkiste. Ein rundum exzellenter Konzertabend mit begeisterungsfähigem Publikum, das genau die richtigen Momente abfeiert. Ich war sehr glücklich. Und der Bassist spielte tatsächlich Ashdown Equipment und an den Keys der verrückte Eddie, traumhafte Backingband, mehr als eine Backingband, achja … und was hat das jetzt mit Tiqqer zu tun? Ok ich stelle dann mal eine zwanghafte kausale Verbindung her und suche mit Tiqqer nach exzellenten, aktuellen Postings, das Thema betreffend. Screendump anbei.

roisin tiqqer
PS: Und wenn Tiqqer abhebt in die Sphären schneller Interneteuro, dann gönne ich mir ein Duo mit Roisin.
PPS: Herzliche Grüße an Mercedes und Chris.

Contextual Ads im Jahre 2050. Wir schreiben das Jahr 2007. Aktuellst laufen gerade die Debatten wo die Reise hinsichtlich der Monetarisierung der Aufmerksamkeit hingeht, ob nun Facebook und/oder/mit Google und/oder/mit Microsoft, etc. höher und weiter fliegen wird als die, die noch kommen mögen, etc.

Jenseits dieser Debatte haben bereits findige Menschen ein nichtproprietäres Format geschaffen, das die diversen Useraktivitäten und Präferenzen bereits formal korrekt repräsentieren kann: APML. Ich möchte hier nicht weiter einsteigen, die Seite strotzt vor Informationen.

Die deutschen Gegenstimmen sind bekannt, recht frisch auch wieder was auf Heise zu dem Thema. Natürlich muss sich ein jedweder Anbieter einer personalisierbaren Livewebsearch + Discovery positionieren, sollte zumindest.

Wie ist der Stand der Dinge bei Tiqqer?
Gewillte Experten dürfen bei uns ein OPML-File hochladen, um ihre Favoriten und Themen bequem zu importieren. Auf einem serverbasierten System weiss man auch, wer was anklickt. Postings, mediale Anhänge, Links, Feeds, Autoren, andere Leser, etc. Damit kann man dann Rankings führen und die üblichen Top of the Feeds, Top Posting of the Week, Best rated Feed, und und und, anbieten. Da Tiqqer auch sogenannte thematische Kanäle anbietet, macht sich der Anwender -wenn er will- transparent. Er hat die Wahl diese Kanäle in den Status public oder private zu setzen. Tiqqer -das System- ist technisch in der Lage Interessensprofile über die Zeit zu aggregieren, JA das ist so! Würde Tiqqer über einen Risikokapitalgeber finanziert, dann könnte man hiermit beliebig tolle, risikoreiche, “abzockende(?)” Geschäftsmodelle aufzeigen. Tun wir aber nicht. Powerpoints machen, Business Angels suchen, das Team um BWL-Expertise erweitern ist mühsam und unspannend. Na das klingt ja alles toll und transparent hier.

Stellt sich nur die Frage nach der Finanzierung des Tiqqer Angebots. Wir haben momentan noch keine Abschätzung gemacht.
Doch was wird in der Summe anfallen wenn Tiqqer PublicBeta geht? Hosting, Traffic, Designanpassungen, Implementierung, Community Management, …
Was wollt Ihr denn? Ein kostenfreies, werbefreies Angebot, das über freiwillige Spenden finanziert wird? Geht das?

PS: Unser Baby im Alphazustand
Tiqqer Alpha

Kein Fake. So sieht das bei mir Tag für Tag aus, der(das) Feedrausch(en).

Ich bändigte es all die Jahre mit dem Safari. Das wollte ich mal festhalten für die Nachwelt. Am besten mit einem Screencast -so nennt man diese holzschnittartigen Bildschirmaufzeichnungen- eigens ein Programm für 17,56 Euro unter Angabe meiner Kreditkartendaten soeben erworben. Aber es tut gut. Also die Software tut gut ihren Dienst.
4 Minuten 24 Sekunden flog ich durch meine Tagesdosis. Gut, ich hab dann doch ein bisschen auf die Tube gedrückt wegen Filegrösse und so. Alleine die 4 Minuten 24 Sekunden sind ja evtl. eine Zumutung für geneigte Leser, die eher im Lean-Forward denn im Lean-Backward Modus das Netz goutieren.
Immerhin bewältigte ich derart meine 35 (statt der bisher gefühlten 50-80(!)) Feeds, die mich glauben lassen die Welt des Wissenswerten im Griff zu haben. In der Fortsetzung gibt es dann das ganze natürlich in der Version mit Tiqqer. Aber das kann noch etwas dauern.

PS: Es wurde nichts editiert. Im Sinne einer Optimierung des viralen Effektes hätte man das tun können, sogar müssen … andererseits kann man ja mal 4 Minuten 24 Sekunden stillsitzen statt wegzuklicken.

tiqqer logo

Nach etlichen Monaten Freizeitcoding, endlosen Meetings mit und ohne Bier, einigen interessanten Gesprächen mit Bloggern, Netzverrückten und sogar Businesssportlern ist es jetzt doch an der Zeit mal die gute alte virale Promomaschine anzuwerfen. Tiqqer das Tool braucht also Tiqqerblog das Blog. Und hier ist es. Natürlich werden wir noch 4-6 Wochen schrauben, “Under The Hood” ist noch ein wenig zu tunen, eigentlich sind die Featurelisten ein Leben lang endlos lang. Aber zum Glück ist es ja Web2.0-ig, also auf jeden Fall Perpetual Beta. Elegant gesprochen: Agile Development.

Und um was geht es eigentlich? Nach fast 3 Jahren Bloggen und nach 13 Jahren Netzerfahrung wollten wir ein Tool bauen, dass uns beim täglichen Kampf um den “heissen Scheiss”, man verzeihe die Wortwahl, aber darum geht es doch (!), unterstützt. In meinem professionellen Dasein lese ich täglich geschätzte 600 Postings aus etwa 50-80 handverlesenen Feeds. Zugegebenermassen ist dabei neben Nerd- und Technologyfeeds auch Unterhaltsames, Musikalisches, Künstlerisches. Aber mal unter uns: 600 Daily Postings zwischen 8.30 und 9.00 Uhr? Das ist doch eher “Shallow Processing”, drüberfliegen, hängenbleiben, nach del.icio.us schieben, beim ersten Kaffee die Kollegen fragen. Ach ja und dann kommen ja auch noch per Email geschätzte 20-30 Links pro Tag rein, die man unbedingt checken muss.

Lange Rede, kurzer Sinn: Abhilfe musste her, Tiqqer heisst das Baby. Unter der Haube:

- Quality Feed Index

- Memetracker

- Medienanalyse

- Suche

- Personalisierte Channels

- Einfache Social Network Geschichten

- Minimales Anreizsystem: Most read, most inserts, etc.

Und jetzt geht der Wahnsinn also los: Vorfreude, noch mehr Sorgen, Closed-Beta vorbereiten, Family, Friends, Freaks draufhetzen, Prügel beziehen, die Reaktion der deutschen Blogosphere abwarten, aber es kribbelt kräftig!

PS: Ihr wollt natürlich wissen, ob dies nicht ein billiger Clone von Rivva oder gar Scouty ist. Oder noch schlimmer, ob wir gar nach den Sternen greifen und Technorati, Google BlogSearch, etc. im Visier haben? Gute Fragen, bessere Antworten im nächsten Posting, ich muss die Kinder vom Rechner wegtreiben und ins Bett bringen …

Weil es so praktisch ist.

« Previous Page